Stellenanzeigen: Mit Printmedien Kandidatenschätze finden

Mann Stellenanzeige Tageszeitung lesend

Viele Unternehmen stehen seit Längerem immer wieder vor demselben Problem: Sie setzen – ganz klassisch – auf Stellenanzeigen in Tageszeitungen. Mit mäßigem Erfolg. Funktionieren Print-Anzeigen im digitalen Zeitalter bald gar nicht mehr?

Stellenanzeigen in Printmedien – ein Auslaufmodell?

 Gleich zu Beginn muss mit einem Trugschluss aufgeräumt werden: Trotz Digitalisierung führen Stellenausschreibungen in Printmedien häufiger zu einer Einstellung als Stellenanzeigen im World Wide Web.

2018 wurden mehr als 600 deutsche Unternehmen befragt. Das Ergebnis: Fast zwei Drittel der Stellenanzeigen im Printbereich führten zu einer Einstellung. Die Bewerbersuche im Internet lag mit einer Erfolgsquote von etwas mehr als 50 Prozent klar dahinter (Quelle: Index Anzeigendaten). Die Ergebnisse dürften sich auch heute nicht zugunsten von Online verschoben haben.

Antizyklisch Stellenanzeigen schalten

In dieser Hinsicht hat der digitale Boom nichts verändert. Immer noch liegen regionale und überregionale Tages- und Wochenzeitungen vorn, wenn es um das Resultat einer Stellenanzeigenschaltung geht. Auch Wochenblätter und Fachzeitschriften führen Unternehmen mit den passenden Bewerbern zusammen.

Die weit verbreitete Annahme, potenzielle Bewerber und Nachwuchskräfte seien nur noch online unterwegs führt dazu, dass viele Unternehmen freie Stellen auf Jobportalen veröffentlichen. Diese Situation können Sie zu Ihrem Vorteil nutzen: Je weniger Stellenanzeigen abgedruckt sind, umso mehr Aufmerksamkeit erhalten Ihre einzelnen Anzeigen.

Passiv Suchende und Multiplikatoren gleichzeitig erreichen

Mit der Print-Strategie erreichen Sie außerdem potenzielle Bewerber, die nicht aktiv auf Jobsuche sind und deshalb auch keine Jobportale durchsuchen. Laut einer XING-Studie sind dies rund 60 Prozent aller Bewerber. Diese Bewerber stoßen während der Zeitungslektüre zufällig auf Ihre Anzeige.

Gleichzeitig liest eine weniger online-affine Zielgruppe gezielt Ihre Ausschreibung, nämlich Bewerber über 50. Gerade die erfahrenen Fachkräfte tragen zu einer hohen Wertschöpfung im Unternehmen bei. Und es besteht die Option, dass Großeltern als weniger Internet-affine Zeitungsleser ihre Enkel auf den Ausbildungsplatz in Ihrem Unternehmen aufmerksam machen. So werden schwierig zu besetzende Stellen über Mundpropaganda erfolgreich besetzt.

Die 5 wichtigsten Tipps für die gedruckte Stellenanzeige

  1. Überlegen Sie, wie Sie Ihre Zielgruppe erreichen: Lesen potenzielle Bewerber eher regionale oder überregionale Blätter? Wochenblätter spielen ebenfalls eine Rolle – nicht nur für Aushilfsjobs. Fachzeitschriften erzielen weniger Reichweite, dafür sind sie speziell auf die Zielgruppe zugeschnitten.
  2. Eine Stellenanzeige entspricht einer Verkaufsanzeige. Widmen Sie ihr genauso viel Aufmerksamkeit wie der Vermarktung Ihrer Produkte oder Dienstleistung. Stellen Sie den Mehrwert aus Bewerbersicht in den Vordergrund Ihrer Stellenbeschreibung.
  3. Setzen Sie auf ein attraktives, auffälliges Layout in Farbe und reduzieren Sie dafür die Größe. So bleiben die Kosten trotzdem im Rahmen.
  4. Nennen Sie immer einen Ansprechpartner und geben Sie dessen Durchwahl-Nummer an. Sorgen Sie dafür telefonisch erreichbar zu sein.
  5. QR-Code: Mit diesem Code in der Print-Stellenanzeige gelangen Interessenten auf die Karriereseite Ihrer Website und können sich dort ausführlich informieren. Die Stellenanzeige fällt dadurch besonders günstig aus, weil sie nur Basisinformationen enthält. Den QR-Generator gibt‘s kostenlos im Internet.

Effektive Alternativ-Strategien zu Print-Stellenanzeigen

Stellenanzeigen in Printmedien sollten nur einmal geschaltet werden. Wiederholungen kurz nacheinander führen selten zum Erfolg. Falls Sie noch keinen passenden Bewerber gefunden haben, überdenken Sie das Anforderungsprofil und analysieren Sie die Stellenanzeige. Nutzen Sie zusätzlich Online-Jobbörsen.

Falls dies immer noch nicht zum Ziel führt: Sprechen Sie interessante Kandidaten aktiv über Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn an.

Wie ist Ihre Meinung? Lassen Sie es mich wissen! Wenn Sie weitere Denkanstöße oder Hilfe benötigen, ich helfe gern.

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