Frauen gezielt für eine Führungsposition gewinnen und dabei Fallstricke vermeiden

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Der Anteil der Frauen in Führungspositionen in Deutschland ist nach wie vor sehr gering. Er schwankt branchenabhängig zwischen 10 Prozent im Maschinenbau und 40 Prozent im Gesundheitswesen (Statista). Hinzu kommt: Je größer das Unternehmen und je höher die Hierarchieebene, desto geringer ist der Anteil der Frauen im Management. Nur in börsennotierten Unternehmen ist seit 2016 bei der Neubesetzung von Aufsichtsratsposten ein Frauenanteil von mindestens 30 Prozent gesetzlich vorgeschrieben.

Umso mehr ist es zu begrüßen, wenn mittelständische Unternehmen mehr Führungspositionen mit Frauen besetzen. Aber wie werden nun gezielt Frauen in Führungspositionen gewonnen?

Stellenangebote, die Frauen magisch anziehen

Grundsätzlich sind Stellenausschreibungen AGG-konform (gemäß Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz) und daher geschlechterneutral und nicht altersfokussiert zu formulieren.

Es gibt jedoch einfache Möglichkeiten das charmant zu umgehen. So können Sie vorzugsweise Frauen für eine Position begeistern und dennoch kommen Sie nicht mit dem Gesetz in Konflikt. Einige Beispiele dazu:

1. Fotos bei Jobangeboten als prominentes Headerbild erhöhen grundsätzlich die Resonanz.

Eine Frau im mittleren Berufsalter abgebildet, idealerweise kein gekauftes Model-Foto, macht die Ausschreibung sofort authentischer. Außerdem spricht sie das weibliche Geschlecht im gewünschten Alter an.

2. Frauen fühlen sich von bestimmten Formulierungen angezogen.

Das fängt schon beim Stellentitel an. Sowohl die Formulierung „Abteilungsleiter m/w/d“ als auch „Abteilungsleitung m/w/d“ ist erlaubt. Bei letzterem erhalten Unternehmen jedoch automatisch mehr Bewerbungen von Frauen.

3. Aufpassen wenn es um das Anforderungsprofil geht.

Frauen bewerben sich meist nur dann, wenn sie so gut wie alle Voraussetzungen erfüllen. Ein überzogenes Anforderungsprofil kann also den Rücklauf bremsen. Anders als bei Männern, die da deutlich selbstbewusster an die Sache heranangehen und einfach mal Unterlagen schicken.

4. Gehaltsangaben bei Stellenangeboten wirken sich negativ aus.

Aus Angst, sich „über oder unter Wert zu verkaufen“, wird die Bewerbung insbesondere von Frauen im Zweifel erst gar nicht erst abgeschickt. Mein Rat: Gehaltsvorstellungen nicht abfragen, wenn nur eine Handvoll Bewerbungen erwartet werden. In einem Vorabtelefonat lässt sich dies schnell abklären.

Der häufig eingesetzte Weg über Print-Stellenanzeigen ist mühsam aber lohnenswert. Sie werden mit den genannten Tipps mehr Frauen für Ihr Unternehmen begeistern. Trotzdem werden Sie immer noch Bewerbungen von anderen Geschlechtern erhalten, die Sie so nicht einfach ignorieren dürfen. Beim Wunschalter wird es selten eine Punktlandung geben.

Direktsuche als Alternative ohne Streuverluste

Alternativ zur Stellenanzeige können Sie selbst gezielt auf Kandidatinnen gewünschten Alters und entsprechender Erfahrung zugehen. Das funktioniert über Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn mit einem kostenpflichtigen Zugang. Möglicherweise haben Sie in Ihrem Umfeld von Geschäftskontakten eine Mitarbeiterin entdeckt, die gut in Ihr Unternehmen passen könnte und die Sie abwerben möchten.

Wenn Sie selbst nicht weiterkommen eine Frau für eine Führungsposition zu finden oder dafür keine Ressourcen haben, können Ihnen auch externe Dienstleister helfen. Diese durchforsten sämtliche Business-Netzwerke oder sprechen über eine telefonische Suche einen noch größeren Kreis von Kandidatinnen für Sie anonym an, um so gezielt nach Ihren Vorstellungen Ihre neue Mitarbeiterin zu gewinnen.

Wie ist Ihre Meinung zur Gewinnung von Frauen für Führungspositionen? Lassen Sie es mich wissen! Sie benötigen weitere Denkanstöße oder Hilfe?

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