Headhunter

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Das digitale Zeitalter, die global vernetzte Wirtschaft mit den gestiegenen Anforderungen an Mitarbeiter erschweren auf klassische Weise die Mitarbeitersuche. Zudem ist der eklatante Fachkräftemängel aufgrund der demografischen Entwicklung immer stärker spürbar. Die Bereitschaft sich aktiv auf Stellenanzeigen zu bewerben nimmt bei bestimmten Berufsgruppen spürbar ab, weil immer mehr Unternehmen verstärkt in die Mitarbeiterbindung investieren. Folgerichtig setzen Personalverantwortliche immer häufiger Headhunting mit einer Abwerbung ein, um geeignete Kandidaten für eine anspruchsvolle Position zu finden. Die folgenden Abschnitte erklären unter anderem, welche Aufgaben ein Headhunter übernimmt, wie der Einstieg in diesen Beruf gelingt, wie ein Unternehmen den besten Headhunter findet und welche Kosten bei einer Beauftragung entstehen.

Definition: Was ist ein Headhunter?

Wenn User in eine Suchmaschine „Headhunter Definition“ oder „Headhunter was ist das“ eingeben, erhalten sie folgende Informationen: Headhunter ist ein anderer Begriff für Personalberater, Personaldienstleister, Personalvermittler oder Recruiter. Anders formuliert sind Headhunter Dienstleister, die, im Gegensatz zu einer Stellenausschreibung, direkt Kandidaten ansprechen. Headhunter heißt auf Deutsch einfach „Kopfjäger“. Der Begriff stammt aus den USA, genauer aus dem wilden Westen. Deshalb hätte man damals diesen Personenkreis mit „Kopfgeldjäger“ übersetzt.

Was macht ein Headhunter?

Nachdem die Headhunter-Definition auf Deutsch klar ist, beschäftigt sich der folgende Abschnitt mit dem Portfolio. Folglich beschreibt er, was der Begriff Headhunter bedeutet und wie er den Weg in die moderne Businesswelt geschafft hat. Richtigerweise nutzte der Unternehmer Thorndike Deland und dessen Firma Thorndike Deland Executive Placement Bureau mit Sitz in New York bereits 1926 das Headhunting. Er gilt als dessen Erfinder. Obwohl Thorndike Deland direkt Mitarbeiter kontaktierte und erfolgreich vermittelte, dauerte es noch mehr als zwanzig Jahre, bis sich diese Art der Mitarbeitersuche als Geschäftsfeld in Europa verbreitete und sich Übersetzungen wie Personalberater oder Personalvermittler etablierten.

Welche Bedeutung haben Headhunter für Unternehmen?

Aufgrund des enormen wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Zweiten Weltkrieg mussten zahlreiche Stellen in Wirtschaft und Politik mit qualifizierten Personen besetzt werden. Bis dahin war es üblich, vakante Positionen auszuschreiben und abzuwarten, bis sich geeignete Kandidaten von selbst meldeten. Dessen ungeachtet verfolgte Thorndike Deland die innovative Strategie, sich aktiv auf die Suche nach potenziellen Kandidaten zu begeben und diese direkt auf die freie Stelle anzusprechen. Infolgedessen entstanden die Begriffe „Direktsuche“ und „Headhunting“ sowie „Executive Search“. Anders ausgedrückt verfolgen diese Art von Personaldienstleistungsunternehmen damals wie heute das Ziel, den perfekten Kandidaten für eine Schlüsselposition zu finden und sie erfolgreich zu besetzen.

Was machen Headhunter heute?

Je nachdem, welches Anforderungsprofil gewünscht wird, vermitteln sie heute einerseits Führungskräfte und andererseits Fachkräfte via Direktansprache. Die digitale Technik erweitert die Suchmöglichkeiten, sodass viele Recruiter aktuell auf Active Sourcing setzen. Folglich rekrutieren sie geeignete Kandidaten über Businessnetzwerke wie Xing oder LinkedIn. Darüber hinaus existiert die Strategie der telefonbasierten Suche, dem Executive Search. Sie werben damit passende Kandidaten von anderen Firmen ab und erhalten eine Provision, die in einem Honorarmodell schriftlich fixiert ist.

Fazit: Definition Headhunter

Kurz gesagt, könnte die Antwort auf die Frage „Was sind Headhunter?“ lauten: Hinter dem Begriff steht ein Personaldienstleister, der für seine Kunden, also Unternehmen und Organisationen, Stellenbesetzungen aktiv angeht. Dabei spricht er die Kandidaten direkt an. Headhunter übersetzt steht auch heute noch für „Kopfjäger“. Schließlich recherchiert der Personalvermittler die qualifiziertesten Köpfe für seine Kunden und präsentiert sie den Personalverantwortlichen in den Unternehmen.

Headhunter werden: Ausbildung und Werdegang

Obwohl der Beruf Headhunter mit hohen Anforderungen im Hinblick auf Qualifikation und Engagement verbunden ist, existieren weder eine offizielle Berufsausbildung noch ein Hochschulstudium. Darüber hinaus ist die Berufsbezeichnung nicht geschützt und kann von jeder Person frei verwendet werden. Folglich stellt sich die Frage: Wie wird man Headhunter? Mögliche Wege zum Job Headhunter führen über Ausbildungen zum Personaldienstleistungs- oder Industriekaufmann. Die IHK bietet eine Fortbildung zur Fachkraft für Personalberatung und Personalvermittlung mit Abschluss-Zertifikat an.

Der häufigste Weg zum Beruf Headhunter

Trotz der Option, über eine kaufmännische Ausbildung in den Beruf Headhunter einzusteigen, erweist sich ein Psychologie- oder Personalmanagement-Studium als häufig gewählter Weg. Darüber hinaus sind Praktika in den Bereichen Personalberatung, Executive Search und Active Sourcing wünschenswert. Ohne spezifische Branchenkenntnisse gelingt der Einstieg in diesen Beruf selten. Schließlich erfordern die erfolgreiche Ansprache und Vermittlung von Fach- und Führungskräften, die in der Regel nicht auf Jobsuche sind, einschlägiges Know-how.

Job Headhunter: Diese Skills sind zwingend erforderlich

Ebenfalls unverzichtbar für den Beruf Headhunter sind zahlreiche Softskills. Hierzu zählen beispielsweise Ausdauer, Empathie, Kontaktfreudigkeit, Organisationstalent, ausgeprägtes analytisches Denken, gute Menschenkenntnis, schnelle Auffassungsgabe und eine gewisse Portion Hartnäckigkeit. Schließlich agieren diese Recruiter in einem sensiblen Umfeld. Dabei gilt es, mit Fingerspitzengefühl vorzugehen und äußerste Diskretion zu wahren. Vertrauenswürdigkeit und Renommee einer Personalberatung sind neben den Branchenkenntnissen ihr wertvollstes Kapital.

Beste Headhunter in Deutschland finden: Tipps und Strategien

Im Internet bieten zahlreiche Anbieter Informationen über Headhunter in Deutschland. Genauso informieren Business-Websites in englischer Sprache zum Suchbegriff „Headhunter Germany“. Richtigerweise veröffentlichen diese Anbieter unregelmäßig ihr Headhunter Deutschland Ranking. Die Rankings präsentieren die besten Headhunter Deutschlands, vielmehr eine finanzstarke Auswahl renommierter Personalberatungen. Weil die Ranglisten aus unterschiedlichen Kriterien bestehen und Kundenreferenzen selten repräsentativ sind, rangieren die Top Headhunter Deutschlands je nach Anbieter auf verschiedenen Rängen.

Top Headhunter ohne Ranking auswählen

Kleinere Personalberatungen mit Executive Search erscheinen aufgrund der kommerziellen Ausrichtung selten in den Rankings. Folglich gilt es, eine geeignete Strategie anzuwenden, um den besten Headhunter für das eigene Unternehmen zu finden. Deshalb ist es wichtig, im ersten Schritt zwei Aspekte zu prüfen. Erstens sollte der Personaldienstleister seinem Kunden umfassende Garantieregelungen anbieten. Beispielsweise eine Besetzungsgarantie oder eine kostenfreie Nachsuche im Falle einer Kündigung während der Probezeit. Zweitens muss die Chemie zwischen Personaldienstleister und dem Personalverantwortlichen stimmen.

Headhunter: Kosten und Umfang der Dienstleistung

Bevor ein Unternehmen dem Personalberater einen Auftrag erteilt, stellt sich die Frage nach den Kosten. Kurz gesagt, liegt die Headhunter Provision zwischen 20 und 33 Prozent eines Jahresbru